Lebensechte Figuren erschaffen:  Namen sind Schall und Rauch? Von wegen!

Lebensechte Figuren erschaffen: Namen sind Schall und Rauch? Von wegen!

Es gibt viele Möglichkeiten, sich einer Figur zu nähern. Man kann zum Beispiel mit dem Namen anfangen. Das klingt erst mal sehr banal, doch Namen bringen das Wesen der Figur zum Ausdruck, müssen zum Setting passen und etwas über den Ton der Geschichte sagen.
Es ist ein sehr großer Unterschied, ob der Leser sich eine Emma vorstellt oder eine Emily. Für uns klingt Emma sanfter, gutmütiger, Emily dagegen quirliger und lebhafter.
Machen wir doch mal einen kleinen Test: Nehmen wir einen ganz banalen Satz und fragen uns, was wir spontan vor unserem inneren Auge sehen – nur weil wir bestimmte Namen lesen. Klicken Sie das erste Bild zum Vergrößern an und blättern Sie durch unsere Galerie.

Wo und wie findet man den passenden Namen?

Namen kann man sich schlicht ausdenken, seinen Lieblingsnamen benutzen, alte Telefonbücher oder Familienanzeigen studieren und für historische Romane sind Friedhöfe eine gute Fundgrube. Ganz stilecht wird es natürlich, wenn man dort auf den Friedhöfen sucht, wo der Roman spielt – so wie in unserem Beitragsbild, das von einem Piraten-Friedhof auf Madagaskar stammt. Dort hat Beatrix Mannel viele Namen für ihren Roman „Die Insel des Mondes“ gefunden.

Wer nicht so weit reisen kann oder muss – es gibt auch im Netz jede Menge Anregungen für die Namenssuche.
Beliebte Vornamen, auch nach Jahrhunderten sortiert, findet man zum Beispiel hier:
http://www.beliebte-vornamen.de/
Wenn man sicher gehen will, dass man den Namen in die richtige Region verpflanzt hat, findet man hier interessante Fakten:
http://www.verwandt.de/karten/
Oder man lässt sich gleich einen Namen von einem Namensgenerator erstellen:
http://namen.pottyland.de/
http://de.fakenamegenerator.com

Der Name ist natürlich nur der erste Schritt in Richtung einer dreidimensionalen, authentischen Figur. Viele unserer erprobten Tipps und Tricks verraten wir in unserem Seminar „Story-Check“ am 9. und 10. April 2016. Noch kann man sich hier anmelden.

 

Foto Piratenfriedhof: Erol Gurian

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