Schreibtipp: Ideen liegen auf der Straße …

…  jaaaa – vielleicht!
Aber wenn ein Roman aus der Idee werden soll, sieht das schon wieder ganz anders aus.

Bei einigen von Ihnen vielleicht so:

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Bei anderen hingegen so:

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Soll heißen, manche angehenden RomanautorInnen kämpfen mit tropischem Wildwuchs: Eine Idee umklammert die nächste, ohne dass man auch nur ansatzweise einen Weg erkennen könnte oder auch nur den kleinsten Pfad, der einen vom Anfang zum Ende bringen würde.

Andere AutorInnen spüren den dringenden Wunsch etwas zu schreiben, aber jedes Mal, wenn sie vor dem leeren Papier oder Monitor mit trostlos blinkendem Cursor sitzen, ist alles wie weggeblasen und jedes Wort erscheint einem öde oder langweilig.

Manchmal genügt es, ganz nach dem Motto „Wenn man still sitzt und nichts tut, kommt der Frühling und das Gras wächst von selbst“ vorzugehen, zu warten und zu hoffen, dass im Unterbewussten etwas arbeitet und man eines Tages mit der sicheren Gewissheit aufwacht, die eine einzige, richtige und große Idee hat sich aufgetan.
Doch das kann dauern und ist meist sehr unbefriedigend.

Man kann eine Menge tun, um diesen Prozess zu beschleunigen.

Für die „Wüstentypen“ hier  zwei kleine Tipps, die sich in unserer Praxis schon sehr bewährt haben:

  1. Setzen Sie sich gemütlich hin, nehmen Sie irgendeine Zeitung und blättern Sie sie durch. Lassen Sie sich von Überschriften inspirieren, von Fotos oder auch einem ganzen Artikel. Woran bleibe ich hängen? Was lässt mich aufhorchen? Ein Wort nur? Eine Konstellation? Eine Landschaftsbeschreibung? Schreiben Sie fünf oder besser zehn Ideen auf, die sich darin verbergen.
    Wenn man sich vornimmt nur eine, oder gar DIE eine – perfekte- Idee finden zu wollen, wird man mit Sicherheit scheitern, weil die nicht existiert. Geben Sie sich lieber die Erlaubnis, auch vermeintlich schlechte Ideen aufzuschreiben! Aus Erfahrung wissen wir: Es braucht VIELE Ideen für einen Roman!
  2. Nehmen Sie diese fünf bis zehn Ideen und schreiben Sie beherzt einen Miniplot dazu, so als wäre das ein sehr knapper Klappentext. Spinnen Sie herum, ernst, albern, größenwahnsinnig. Lesen Sie alles einen Tag später durch und beobachten Sie sich selbst: Was sagt das Bauchgefühl dazu? Sie werden verblüfft sein, was das alles in Ihnen auslösen kann.

Womöglich entpuppt sich dieses besondere Gefühl schon als der erste Schritt auf dem Weg zum Ziel.
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Sie probieren unseren Schreibtipp aus? Wir würden uns über Rückmeldungen von Ihnen  freuen! Hat es geklappt? Hat es Sie in Schwung gebracht? Mailen Sie uns!

Und für alle, die sehr viel mehr in die Tiefe gehen wollen – auch um den Ideendschungel behutsam zu roden – bieten wir in unserem Ideen-Check Seminar die Möglichkeit, Ideen zu entwickeln und auf Herz und Nieren zu prüfen – am 14. und 15. Mai ist es soweit. Noch sind ein paar Plätze frei, die Anmeldung ist noch möglich!

(Fotos: Erol Gurian)

 

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