Mein erstes Buch: Angelika Jodl

Wir haben Schriftsteller-Kolleginnen und -Kollegen gefragt, wie ihr erstes Buch entstanden ist. Die Antworten sind ebenso unterschiedlich wie spannend. Angelika Jodls Liebe zur Grammatik hat sie auf die Idee zu ihrem ersten Buch gebracht – wie gut, dass sie nicht nur Sprachlehrerin ist, sondern auch eine begnadete Erzählerin

Liebe Angelika, erzähl uns: Was war der Grund für dein erstes Buch?

Ich wollte tatsächlich eine Grammatik schreiben. Aber eine, die Spaß macht, die man liest wie einen Roman. Also habe ich mir eine Lehrerin als Protagonistin ausgedacht und ihr einen schlauen, aber renitenten Schüler gegenübergestellt, den russischen Jockey Sergey, der gar nicht wirklich Deutsch lernen, sondern ein Pferd kaufen will. Zu jedem Kapitel gab es ca. 3 Seiten Grammatik, in der das Romangeschehen weitergesponnen wurde mit Enthüllungen von Geheimnissen aus dem Leben von Sergey. Ziel der Grammatik sollten Regeln für den gelungenen deutschen Satz sein – widergespiegelt durch die beiden Helden, deren Leben auch erst gelingt, nachdem sie die Sichtweise des anderen akzeptiert haben. So ist dann eine Liebesgeschichte daraus geworden.

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