Mein erstes Buch: Angelika Lauriel

Wir haben Schriftsteller-Kolleginnen und -Kollegen gefragt, wie ihr erstes Buch entstanden ist. Die Antworten sind ebenso unterschiedlich wie spannend. Die Saarländerin Angelika Lauriel hat auf dem Weg zum ersten Buch einen Umweg über die französische Sprache genommen.

LaurielbyTraumstoff2-2 (1)Liebe Angelika, wie kam’s bei dir zum ersten Buch?
Vor dem ersten veröffentlichten Buch entstanden bereits mehrere unveröffentlichte Buchmanuskripte. Ich war damals bereits Mitglied im Autorenforum Montsegur, hatte dort vieles übers Schreiben gelernt und seit einigen Jahren bereits geschrieben, aber noch keine nennenswerten Kontakte zu Verlagen oder Agenturen gehabt. 2009 (drei Jahre, nachdem ich mit dem Schreiben angefangen hatte) wies mich Autorenkollegin Stefanie Fey, die zu der Zeit noch mehr als Buchillustratorin arbeitete, darauf hin, dass Langenscheidt eine Reihe mit deutsch-französischen Kinderkrimis starten wolle. Sie wusste, dass ich Französisch studiert hatte und dass ich Bücher für Kinder und Jugendliche schrieb. Deshalb gab sie mir den Kontakt zur Lektorin. Ich meldete mich und fragte nach, was genau denn gesucht würde.

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Mein erstes Buch: Andreas Götz

Wir haben Schriftsteller-Kolleginnen und -Kollegen gefragt, wie ihr erstes Buch entstanden ist. Die Antworten sind ebenso unterschiedlich wie spannend. Andreas Götz hat sich lange mit den Geschichten anderer beschäftigt, ehe er eigene schrieb. Keine schlechte Wahl, wie sich herausstellte …

IMG_1006Lieber Andreas, erzähl mal, wie war dein Weg zum ersten Buch?
Bevor ich mein erstes eigenes Buch veröffentlicht habe, hatte ich schon über dreißig andere Buchveröffentlichungen: Bücher zu Kinofilmen und Fernsehserien, in denen ich meist nach Drehbuch die Handlung in Romanform nacherzählt habe. Das hört sich banaler an, als es tatsächlich war, denn wenn man die Aufgabe ernst nimmt, muss man sich genauso tief in Figuren, Atmosphären und Plot versenken, wie bei einem selbst erdachten Projekt. Allerdings: Es sind eben doch nicht die eigenen Ideen, die man umsetzt, und insofern bleibt man als Autor unbefriedigt. Nicht zuletzt deshalb sind alle diese Bücher unter Pseudonym erschienen. Mein erstes „richtiges“ Buch, in dem alles von mir stammt, ist mein Jugendthriller „Stirb leise, mein Engel“. Eine befreundete Autorin hatte mich darauf hingewiesen, dass ihr Verlag dringend einen männlichen Autor für Jugendthriller suche. Dass ich ein Buch für junge Leser schreiben könnte, war mir bis dahin nicht eingefallen, weil ich Zweifel hatte, ob ich dafür die richtigen Themen und die passende Sprache finde. Ich bin diesem Alter ja schon eine Weile entwachsen. Es klappte dann aber überraschend gut. Der Stoff fand sogar bei mehreren Verlagen Interesse, und geworden ist es dann nicht der, der den männlichen Autor für Jugendthriller gesucht hat. So kann es manchmal gehen.

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Mein erstes Buch: Nicola Förg

Wir haben Schriftsteller-Kolleginnen und -Kollegen gefragt, wie ihr erstes Buch entstanden ist. Die Antworten sind ebenso unterschiedlich wie spannend. Sowohl sein Genre, als auch seine Nische muss man finden – so wie Nicola Förg.

förgLiebe Nicola, wie kam’s zu deinem ersten Buch?
Ich war (und bin in geringerem Umfang immer noch) Reisejournalistin, die auch viele Reiseführer und Bildbände betextet hat. Es ging immer schon um eher opulente, poetische Texte und da liegt es nahe, mal „Das“ Buch zu schreiben. Vor 14 Jahren waren das Frauenbücher a la „Beim nächsten Mann…“ Das war nicht ganz mein Genre und es wurde ein Krimi mit touristischem Background.

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Mein erstes Buch: Martin Krist

Wir haben Schriftsteller-Kolleginnen und -Kollegen gefragt, wie ihr erstes Buch entstanden ist. Die Antworten sind ebenso unterschiedlich wie spannend. Martin Krist beweist, dass man es mit Ausdauer, guter Recherche und detailliertem Plotten schafft.

Lieber Martin, verrate uns: Wie kam’s zum ersten Buch?
MartinKristSeit ich Lesen und Schreiben kann, wollte ich Schriftsteller werden. Insofern war klar, dass ich irgendwann ein Buch veröffentlichen werde. Die Frage war eigentlich nur: wann? Mein erstes Buch war ein Sachbuch, Anfang 1999. Zu jener Zeit arbeitete ich noch als Journalist, schrieb unter anderem auch Rezensionen für Wochen- und Stadtmagazine. Regelmäßig studierte ich die neuen Verlagsvorschauen; in der Vorschau eines jungen Sachbuchverlags entdeckte ich viele Sachbücher, die meinen eigenen Interessen entsprachen: Film, Musik, Szene, Subkulturen. Ich bot dem Verlag eine Buchidee an – sie wurde angenommen. Daraus folgten eine Vielzahl weiterer Sachbücher und Biografien unter anderem über Tattoo-Theo, Nina Hagen, Sido, Kurt Cobain und aktuell Mahatma Gandhi.
Im Hinterkopf behielt ich, während ich jahrelang als Sachbuchautor arbeitete, meinen Wunsch, Romane zu schreiben, insbesondere Krimis und Thriller. 2005 war es dann soweit: Meine Agentin vermittelte meinen erster Thriller »Wut« an einen Verlag. 2007 erschien er, damals noch unter meinem richtigen Namen Marcel Feige.
Heute schreibe ich unter diesem Namen nur noch Sachbücher und Biografien, als Martin Krist Krimis und Thriller.

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Mein erstes Buch: Alana Falk

Wir haben Schriftsteller-Kolleginnen und -Kollegen gefragt, wie ihr erstes Buch entstanden ist. Die Antworten sind ebenso unterschiedlich wie spannend. Alana Falk macht vor, wie man sich von Kurzgeschichten bis zur Trilogie langsam aber stetig vorarbeitet.

PortraitkleinLiebe Alana, sag mal, wie kam’s  zu deinem ersten Buch?
Das erste Buch, das ich je geschrieben habe, wurde nie veröffentlicht. Ich hatte es 2008 im Nanowrimo geschrieben, einer weltweiten Aktion im November, bei der man versucht, einen ganzen Roman in einem einzigen Monat zu schreiben. Das habe ich auch geschafft, allerdings merkt man dem Roman stark an, dass es das erste war, was ich je geschrieben habe, weswegen ich ihn nie eingereicht habe. Da ich die Geschichte aber immer noch mag, habe ich angefangen, sie auf meiner Website live zu überarbeiten, nicht nur, um die Geschichte irgendwann einem Verlag einreichen zu können, sondern auch, weil ich oft gefragt werde, wie ich arbeite und das daran zeigen möchte.
Einige Jahre und Romane später sah ich dann die Ausschreibung eines Verlags, bei der Märchen von H. C. Andersen adaptiert werden sollten. Ich wählte das Märchen „Die roten Schuhe“, weil es mich schon immer sehr faszinierte, obwohl oder gerade weil es sehr brutal und grausam ist. Aus der geforderten Kurzgeschichte wurde ein Roman, ein Schicksal, das mich oft ereilt, zum Beispiel auch bei meinem Roman „Bis ins Herz der Ewigkeit“, der ursprünglich mal eine Kurzgeschichte für die Ausschreibung „Dunkle Stunden“ war.
Aus der Kurzgeschichte für die Andersen-Ausschreibung wurde mein Roman „Die blutroten Schuhe“, der meiner Verlegerin so gefiel, dass sie ihn als eigenständiges Buch verlegte. Die anderen Geschichten der Ausschreibung finden sich in der Anthologie „Die kleine Meerjungfrau weint nicht um ihren Prinzen“.

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