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(Foto: Bettina Brömme)
von Beatrix Mannel und Bettina Brömme
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(Foto: Bettina Brömme)
Was war der Grund für Dein erstes Buch?
Ich habe eigentlich immer irgendwie geschrieben, als Kind und Jugendliche vor allem Tagebuch. Dann bin ich Journalistin geworden, einen anderen Beruf konnte ich mir nicht vorstellen. Manchmal hatte ich in meinem Job ziemlich viel Freiheit beim Entwickeln von Ideen und beim Schreiben. Waren die Spielräume groß, hab ich nichts vermisst. Als ich vor fast zehn Jahren einen Kurs „Literarisches Schreiben für Journalisten“ (übrigens bei Beatrix Mannell) begonnen habe, waren die Spielräume wohl gerade kleiner. Ich war unruhig. Ich wollte etwas für mich allein tun. Etwas, das ich mir selbst erschließe und erkunden kann. Im Kurs hab ich schnell gemerkt: Ich liebe das: Kleine Szenen zu erfinden. Aus dem Nichts. Ich mochte es, wie ernsthaft all die Leute um mich rum über etwas nachdachten, das nur in ihrer Phantasie existierte. Ich war am richtigen Ort – und bin das seither immer dann, wenn ich schreibe. Mein erster veröffentlichter Roman entstand nach dem Kurs. Ich kann mich kaum daran erinnern, wie es dazu kam. Schreiben ist wie Träumen, und Träume vergisst man leicht. Ich wusste anfangs nur: Es sollte darum gehen, wie schwierig es ist, sich zu erinnern. Wie fiktiv Erinnern eigentlich ist. Als Schriftstellerin war ich auf der Suche. Wahrscheinlich erzählt der Roman darum genau davon: Von einer Frau, die auf der Suche ist nach ihrer Geschichte.
Liebe Inge, wir sind neugierig: wie kam’s zu Deinem ersten Buch?
Schreiben wollte ich eigentlich schon immer. Meine Schulaufsätze waren unter meinen Lehrern legendär und irgendwann – so mit sechzehn oder siebzehn – habe ich tatsächlich begonnen, einen Liebesroman in ein Schulheft zu schreiben. Warum ich aufgegeben habe, kann ich aus heutiger Sicht nur vermuten. Ich nehme an, mir fehlte damals schon, was mir fünfundzwanzig Jahre später noch immer fehlte: Das Handwerk fürs Schreiben. Erzähltalent alleine genügt meiner Meinung nach nicht. Aber das sieht sicher jeder anders.
Den eigentlichen Anstoß gab ein Roman, der zwar hoch gelobt wurde, mich aber enttäuschte und auf die hochmütige Idee brachte, dass ich das auch könnte und zwar besser. Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall. Der kam nach zweihundert drauflosgeschriebenen Seiten. Ich hatte ein herrliches Durcheinander aus Erzählsträngen und Perspektiven angerichtet und musste erkennen, dass es mir nie gelingen würde, all das zu einem schlüssigen Ende zu bringen. Und gerade bei einem Krimi ist das schon ziemlich katastrophal.
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Oliver, was war der Anlass für dein erstes Buch?
Im Grunde wollte ich schon als Kind Bücher schreiben. Als Jugendlicher und Erwachsener war ich dann lange auf der Suche nach dem einen Thema, von dem ich wusste, dass es sowohl mich, als auch die Leser fesselt. Es ist eigentlich erstaunlich, dass ich so lange brauchte, um festzustellen: Es ist meine eigene Familiengeschichte. Ich stamme aus einer Scharfrichterdynastie, die vom 16. bis zum 19. Jahrhundert im Pfaffenwinkel hinrichtete, folterte, aber auch heilte. Ich habe zunächst ein Radiofeature für den Bayerischen Rundfunk dazu gemacht. Spätestens bei der Recherche über meine Ahnen war klar, dass „Die Henkerstochter“ mein erstes Buch werden würde.
Liebe Gerlis, erzähl doch mal: Was war der Anlass, wie kam es dazu, dass du dein erstes Buch geschrieben hast?
Meine beste Freundin und ich hatten uns nach vielen Jahren des Miteinanders – wir waren schon in der Schule befreundet und sind gemeinsam durch die Pubertät getanzt – so verkracht, dass wir nicht mehr zusammen kamen. Das war schmerzhaft und eine der „therapeutischen Maßnahmen“ war, unsere gemeinsame Geschichte aufzuschreiben. Als ich damit fertig war, stellte ich fast ein wenig überrascht fest, dass es eigentlich ein Roman ist.
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Lieber Frank, vielen Dank, dass du uns Auskunft gibst. Wie kam es dazu, dass du dein erstes Buch geschrieben hast?
Ich saß in meinem Lieblingscafé herum und hatte nichts zu tun. Das lag daran, dass ich meinen Job in einer PR-Agentur aufgegeben hatte. Eigentlich wollte ich erst einmal ein halbes Jahr (oder auch länger) gar nicht arbeiten. Da sagte mein bester Freund: „Sag mal, Alter, du weißt doch im Kino immer schon nach einer Viertelstunde, wie der Film ausgeht. An der Filmschule (heute: IFS Internationale Filmschule Köln) gibt es einen neuen Ausbildungsgang für Drehbuchautoren. Bewirb dich da doch mal.“
Och, dachte ich, warum eigentlich nicht? Ich hatte noch nie eine fiktionale Geschichte geschrieben, nicht einmal pubertätsverstrahlte Liebesgedichte. Ich hatte zwar absolut keine Ahnung vom Schreiben, schon gar nicht vom Schreiben für den Film, aber als PR-Mann bist du ziemlich gut darin, dich sehr schnell in neue Themen einzuarbeiten, sie so auf den Punkt zu recherchieren, dass ein Kunde dir nachher auch seine fette Kohle anvertraut.
Es gab SEHR viele Bewerber und SEHR wenige Plätze. Wenn die so verrückt sind, dich zu nehmen, wird es schon passen, dachte ich. Sie waren so verrückt. Ich war da 37 und hatte schon die ein oder andere Erfahrung, was mir bei der „Beschleunigung“ meiner Schreiblaufbahn sehr half. Schon lange vorher hatte ich gelernt, den Scheinwerfer nicht auf meine Schwächen, Zweifel und Ängste zu richten, sondern auf die Stärken und die Zuversicht. Das wirkt ganz besonders, wenn man seinen Anfang in der Film- und Fernsehbranche macht, die vom Schein und Glanz lebt.
Beim Abschlusspitch der Drehbücher, die im Laufe der Ausbildung entstanden waren, hatte ich Glück. Mein eigener Pitch war einigermaßen mittelmäßig, aber der erste Sohn meiner Kommilitonin Ania entschied sich, eine Woche früher als geplant auf die Welt zu kommen. Ich sprang für Ania ein und pitchte auch ihren Stoff, so locker und cool, dass einige Leute auf mich aufmerksam wurden. Klar, mit fremden Produkten fällt das PR-Leuten total leicht, so was hatte ich in gefühlten 100 Etat-Präsentationen gemacht. Dieser Pitch sollte sich dann noch als sehr wichtig erweisen.
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