Mein erstes Buch: Claudia Brendler

Wir haben Schriftsteller-Kolleginnen und -Kollegen gefragt, wie ihr erstes Buch entstanden ist. Die Antworten sind ebenso unterschiedlich wie spannend. Claudia Brendler zeigt, wie man aus dem ersten Roman den vierten macht.

Leonie Faber1Liebe Claudia, erzähl mal, wie war dein Weg zum ersten Buch?
Lang. Beinahe unglaublich lang, wenn ich jetzt zurückblicke. Ich weiß nicht, ob ich wirklich durchgehalten hätte, wenn ich damals gewusst hätte … Andererseits: Geschrieben habe ich immer, Geschichten, Gedichte, Theaterstücke, Sketche und anfangs noch planlose Romanversuche.
Den ersten fertigen Roman, eine Road-Novel, schrieb ich kurz vor dem Musikstudium , fand ihn zu schlecht und warf ihn später weg.
Nach vielen Bühnenjahren als Musik-Comedian und zahlreichen Kurzprosaveröffentlichungen in Literaturzeitschriften bekam ich mit einem literarischen Entwicklungsroman meinen ersten Agenturvertrag – der zu nichts führte. In dieser langen, quälenden Zeit, in der nichts passierte, schrieb ich die „Fette Fee“, die ungefähr acht Jahre später bei dtv erschienen ist – als mein vierter veröffentlichter Roman.

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Mein erstes Buch: Daniel Wolf

Wir haben Schriftsteller-Kolleginnen und -Kollegen gefragt, wie ihr erstes Buch entstanden ist. Die Antworten sind ebenso unterschiedlich wie spannend. Daniel Wolf beweist einmal mehr: Die besten Ideen kommen unter der Dusche!

AutorenfotoLieber Daniel, berichte uns: Was war der Anlass für dein erstes Buch?
Ich hatte zu dem Zeitpunkt schon ein paar Jahre geschrieben, Kurzgeschichten, Erzählungen, aber auch mehrere Romane, war mit den Resultaten aber ziemlich unzufrieden. Ich dachte eine Weile darüber nach, an welchem Stoff ich mich als nächstes versuchen könnte, als ich plötzlich – tatsächlich ganz klassisch unter der Dusche – eine Idee hatte: ein todkranker Ritter, der in einem magisch entrückten Mittelalter auf eine letzte Mission geht und in eine mystische Verschwörung hineingezogen wird. So entstand mein erster Roman »Der Gesandte des Papstes« (unter Pseudonym). Dass kurz vorher ein Angehöriger mit einer schweren Krebserkrankung zu kämpfen hatte, trug sicher zur Inspiration bei, wobei das unbewusst geschah. Erst viel später ist mir dieser Zusammenhang klar geworden.

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Mein erstes Buch: Rebecca Gablé

Wir haben Schriftsteller-Kolleginnen und -Kollegen gefragt, wie ihr erstes Buch entstanden ist. Die Antworten sind ebenso unterschiedlich wie spannend. Besessenheit ist nicht das Schlechteste, um voranzukommen, hat Rebecca Gablé erfahren.

Gable_Favre15_03Liebe Rebecca, was war der Grund für dein erstes Buch?
Die Lust am Erzählen. Man könnte auch Schreibsucht sagen. Ich war Mitte zwanzig, als ich mit dem Manuskript begann. Zu dem Zeitpunkt hatte ich schon einige erzählerische Gehversuche und Fehlschläge hinter mir und irgendwie das Gefühl: Dieses Mal wird es anders, du bist so weit. Über Genres habe ich mir damals keine Gedanken gemacht, aber ich wollte einen Spannungsroman schreiben. Dann begegnete mir in meinem beruflichen Umfeld – ich war damals Bankangestellte – ein authentischer Fall, der mich auf die Idee für einen Thriller-Plot brachte. Also habe ich mich hingesetzt und den Roman geschrieben, aus dem dann Jagdfieber wurde.

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Mein erstes Buch: Angelika Lauriel

Wir haben Schriftsteller-Kolleginnen und -Kollegen gefragt, wie ihr erstes Buch entstanden ist. Die Antworten sind ebenso unterschiedlich wie spannend. Die Saarländerin Angelika Lauriel hat auf dem Weg zum ersten Buch einen Umweg über die französische Sprache genommen.

LaurielbyTraumstoff2-2 (1)Liebe Angelika, wie kam’s bei dir zum ersten Buch?
Vor dem ersten veröffentlichten Buch entstanden bereits mehrere unveröffentlichte Buchmanuskripte. Ich war damals bereits Mitglied im Autorenforum Montsegur, hatte dort vieles übers Schreiben gelernt und seit einigen Jahren bereits geschrieben, aber noch keine nennenswerten Kontakte zu Verlagen oder Agenturen gehabt. 2009 (drei Jahre, nachdem ich mit dem Schreiben angefangen hatte) wies mich Autorenkollegin Stefanie Fey, die zu der Zeit noch mehr als Buchillustratorin arbeitete, darauf hin, dass Langenscheidt eine Reihe mit deutsch-französischen Kinderkrimis starten wolle. Sie wusste, dass ich Französisch studiert hatte und dass ich Bücher für Kinder und Jugendliche schrieb. Deshalb gab sie mir den Kontakt zur Lektorin. Ich meldete mich und fragte nach, was genau denn gesucht würde.

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Mein erstes Buch: Andreas Götz

Wir haben Schriftsteller-Kolleginnen und -Kollegen gefragt, wie ihr erstes Buch entstanden ist. Die Antworten sind ebenso unterschiedlich wie spannend. Andreas Götz hat sich lange mit den Geschichten anderer beschäftigt, ehe er eigene schrieb. Keine schlechte Wahl, wie sich herausstellte …

IMG_1006Lieber Andreas, erzähl mal, wie war dein Weg zum ersten Buch?
Bevor ich mein erstes eigenes Buch veröffentlicht habe, hatte ich schon über dreißig andere Buchveröffentlichungen: Bücher zu Kinofilmen und Fernsehserien, in denen ich meist nach Drehbuch die Handlung in Romanform nacherzählt habe. Das hört sich banaler an, als es tatsächlich war, denn wenn man die Aufgabe ernst nimmt, muss man sich genauso tief in Figuren, Atmosphären und Plot versenken, wie bei einem selbst erdachten Projekt. Allerdings: Es sind eben doch nicht die eigenen Ideen, die man umsetzt, und insofern bleibt man als Autor unbefriedigt. Nicht zuletzt deshalb sind alle diese Bücher unter Pseudonym erschienen. Mein erstes „richtiges“ Buch, in dem alles von mir stammt, ist mein Jugendthriller „Stirb leise, mein Engel“. Eine befreundete Autorin hatte mich darauf hingewiesen, dass ihr Verlag dringend einen männlichen Autor für Jugendthriller suche. Dass ich ein Buch für junge Leser schreiben könnte, war mir bis dahin nicht eingefallen, weil ich Zweifel hatte, ob ich dafür die richtigen Themen und die passende Sprache finde. Ich bin diesem Alter ja schon eine Weile entwachsen. Es klappte dann aber überraschend gut. Der Stoff fand sogar bei mehreren Verlagen Interesse, und geworden ist es dann nicht der, der den männlichen Autor für Jugendthriller gesucht hat. So kann es manchmal gehen.

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Mein erstes Buch: Nicola Förg

Wir haben Schriftsteller-Kolleginnen und -Kollegen gefragt, wie ihr erstes Buch entstanden ist. Die Antworten sind ebenso unterschiedlich wie spannend. Sowohl sein Genre, als auch seine Nische muss man finden – so wie Nicola Förg.

förgLiebe Nicola, wie kam’s zu deinem ersten Buch?
Ich war (und bin in geringerem Umfang immer noch) Reisejournalistin, die auch viele Reiseführer und Bildbände betextet hat. Es ging immer schon um eher opulente, poetische Texte und da liegt es nahe, mal „Das“ Buch zu schreiben. Vor 14 Jahren waren das Frauenbücher a la „Beim nächsten Mann…“ Das war nicht ganz mein Genre und es wurde ein Krimi mit touristischem Background.

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Mein erstes Buch: Martin Krist

Wir haben Schriftsteller-Kolleginnen und -Kollegen gefragt, wie ihr erstes Buch entstanden ist. Die Antworten sind ebenso unterschiedlich wie spannend. Martin Krist beweist, dass man es mit Ausdauer, guter Recherche und detailliertem Plotten schafft.

Lieber Martin, verrate uns: Wie kam’s zum ersten Buch?
MartinKristSeit ich Lesen und Schreiben kann, wollte ich Schriftsteller werden. Insofern war klar, dass ich irgendwann ein Buch veröffentlichen werde. Die Frage war eigentlich nur: wann? Mein erstes Buch war ein Sachbuch, Anfang 1999. Zu jener Zeit arbeitete ich noch als Journalist, schrieb unter anderem auch Rezensionen für Wochen- und Stadtmagazine. Regelmäßig studierte ich die neuen Verlagsvorschauen; in der Vorschau eines jungen Sachbuchverlags entdeckte ich viele Sachbücher, die meinen eigenen Interessen entsprachen: Film, Musik, Szene, Subkulturen. Ich bot dem Verlag eine Buchidee an – sie wurde angenommen. Daraus folgten eine Vielzahl weiterer Sachbücher und Biografien unter anderem über Tattoo-Theo, Nina Hagen, Sido, Kurt Cobain und aktuell Mahatma Gandhi.
Im Hinterkopf behielt ich, während ich jahrelang als Sachbuchautor arbeitete, meinen Wunsch, Romane zu schreiben, insbesondere Krimis und Thriller. 2005 war es dann soweit: Meine Agentin vermittelte meinen erster Thriller »Wut« an einen Verlag. 2007 erschien er, damals noch unter meinem richtigen Namen Marcel Feige.
Heute schreibe ich unter diesem Namen nur noch Sachbücher und Biografien, als Martin Krist Krimis und Thriller.

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Mein erstes Buch: Alana Falk

Wir haben Schriftsteller-Kolleginnen und -Kollegen gefragt, wie ihr erstes Buch entstanden ist. Die Antworten sind ebenso unterschiedlich wie spannend. Alana Falk macht vor, wie man sich von Kurzgeschichten bis zur Trilogie langsam aber stetig vorarbeitet.

PortraitkleinLiebe Alana, sag mal, wie kam’s  zu deinem ersten Buch?
Das erste Buch, das ich je geschrieben habe, wurde nie veröffentlicht. Ich hatte es 2008 im Nanowrimo geschrieben, einer weltweiten Aktion im November, bei der man versucht, einen ganzen Roman in einem einzigen Monat zu schreiben. Das habe ich auch geschafft, allerdings merkt man dem Roman stark an, dass es das erste war, was ich je geschrieben habe, weswegen ich ihn nie eingereicht habe. Da ich die Geschichte aber immer noch mag, habe ich angefangen, sie auf meiner Website live zu überarbeiten, nicht nur, um die Geschichte irgendwann einem Verlag einreichen zu können, sondern auch, weil ich oft gefragt werde, wie ich arbeite und das daran zeigen möchte.
Einige Jahre und Romane später sah ich dann die Ausschreibung eines Verlags, bei der Märchen von H. C. Andersen adaptiert werden sollten. Ich wählte das Märchen „Die roten Schuhe“, weil es mich schon immer sehr faszinierte, obwohl oder gerade weil es sehr brutal und grausam ist. Aus der geforderten Kurzgeschichte wurde ein Roman, ein Schicksal, das mich oft ereilt, zum Beispiel auch bei meinem Roman „Bis ins Herz der Ewigkeit“, der ursprünglich mal eine Kurzgeschichte für die Ausschreibung „Dunkle Stunden“ war.
Aus der Kurzgeschichte für die Andersen-Ausschreibung wurde mein Roman „Die blutroten Schuhe“, der meiner Verlegerin so gefiel, dass sie ihn als eigenständiges Buch verlegte. Die anderen Geschichten der Ausschreibung finden sich in der Anthologie „Die kleine Meerjungfrau weint nicht um ihren Prinzen“.

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Mein erstes Buch: Su Turhan

Wir haben Schriftsteller-Kolleginnen und -Kollegen gefragt, wie ihr erstes Buch entstanden ist. Die Antworten sind ebenso unterschiedlich wie spannend. Su Turhan hat die außergewöhnliche Erfahrung gemacht, wie es ist, wenn jemand ein Buch bei einem bestellt.

Lieber Su, berichte uns: Wie kam’s zu deinem ersten Buch?
Su_Turhan-Droemer_RoelekeDie Veröffentlichung meines ersten Buches ist erst dreieinhalb Jahre her. Erstkontakt mit „Kommissar Pascha“ bekam ich durch einen dieser berühmten Anrufe – vollkommen unerwartet am Flughafen, auf dem Weg nach Mumbai zu einem Filmfestival. „Können Sie sich vorstellen, einen Roman zu schreiben, Herr Turhan? Was bayerisch-türkisches?“ Lange habe ich nicht überlegt, bevor ich geantwortet habe: „Logisch, kann ich das.“ Die Anruferin wurde zu meiner Lektorin bei Droemer, wir haben mittlerweile vier Bücher zusammen gemacht. Aber das erste Mal ist natürlich – wie bei allem – etwas Besonderes. Was habe ich mit mir gehadert! Schaffst du nie, kannst du nicht. Ich spürte aber, das etwas in mir brüllte, ein großes Tier mit scharfen Zähnen, das es satt hatte, weggesperrt zu sein. Und ich machte mir bewusst, dass es auch in Bezug auf Filmregie und Drehbuch irgendwann das erste Mal gab. Ich bin Autodidakt. Dinge anzugehen, Mut zu machen, habe ich mir versucht, anzueignen. Das Leben kann man ja auch nicht studieren. Nachdem wir uns auf das Krimigenre verständigt hatten, habe ich mich an einer Leseprobe versucht und gemerkt, wie viel künstlerische Freiheit mich erwartet und ich erzählen konnte, was ich für unterhaltsam, spannend und lesenswert hielt. Aus bestellten dreißig sind rund sechzig Probeseiten geworden. Meine bayerisch-türkische Hauptfigur Zeki Demirbilek war greifbar, authentisch und gleichzeitig fiktional überhöht. Ich bin sehr glücklich, dass der erste Roman verfilmt wird – auch wenn die Story ordentlich entschlackt werden musste. Ich hole nämlich gerne viele Figuren und Erzählstränge auf die Romanbühne, die TV-Bühne bietet da weniger Platz.

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Mein erstes Buch: Heiko Wolz

Wir haben Schriftsteller-Kolleginnen und -Kollegen gefragt, wie ihr erstes Buch entstanden ist. Die Antworten sind ebenso unterschiedlich wie spannend. Heiko Wolz‘ Geheimrezept: Sich nicht unterkriegen lassen.

HeikoWolzLieber Heiko, erzähl‘, wie kam’s zum ersten Buch?
Meine erste Geschichte schrieb ich in der fünften Klasse. Heimlich. Im Mathe-Unterricht unter der Bank. (Tut mir leid, Herr Schellenberger, aber so war es.) Schon damals wusste ich, dass es für mich nur eins geben konnte: das Schreiben. Diese Liebe hat mich immer begleitet, von den Weltschmerz-Gedichten der Pubertät bis zu den ersten ernsthaften Versuchen Anfang / Mitte Zwanzig. Natürlich konnte ich damit noch nicht in einem Verlag landen. Ich hatte dann das große Glück, ins Montségur-Autorenforum aufgenommen zu werden. Der Austausch mit den KollegInnen dort hat mich sehr weitergebracht. Als dann das erste Kapitel meines „Spinnerkinds“ auf eine Website mit Leseproben gestellt wurde, kam nach wenigen Tagen der kleine Addita-Verlag auf mich zu. Und somit stand dem ersten Buch nichts mehr im Weg.

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